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Ein Mann und eine Frau in Business Kleidung vor einem Laptop.

AKQUINET Geschäftsführer im Interview

Interview über BI und die Synergien für den Public Sector

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Interview Michael Walther und Dr. Carsten Witt

BUSINESS INTELLIGENCE UND DIGITALISIERUNG IM PUBLIC SECTOR

Business Intelligence ist seit vielen Jahren ein Trendthema, was steht eigentlich genau dahinter?

Über die letzten Jahre nahm die Menge an Daten enorm zu. Aus diesem Grund stoßen viele Unternehmen mit „Controlling by Excel“ an ihre Grenzen. Die Lösung ist die Implementierung eines Business Intelligence Systems, das auch Massendaten ohne „Sanduhren“ verarbeiten und anzeigen kann. Im Wesentlichen steckt hinter Business Intelligence die Anbindung verschiedener Quellsysteme und die Zusammenführung der relevanten (Massen-)Daten in eine zentrale Berichtsdatenbank (Single Point of Truth), sowie der Aufbau von entsprechenden Dashboards. Ziel ist die Schaffung einer Basis zur besseren Informationsgewinnung als Grundlage für profunde Entscheidungen. Anwender von BI Systemen müssen heutzutage keine IT-Spezialisten sein. Moderne Software ist intuitiv zu bedienen und stellt Anwendern Funktionen als Self-Service System zur Verfügung.

Nach einer kurzen Einweisung sind die Fachbereiche in der Lage, selbstständig komplexe Analysen durch wenige Klicks zu erstellen – dies entlastet die IT-Abteilung enorm, die i.d.R. andere Aufgaben hat, als Berichte zu erstellen. Auf Basis einer guten Datenqualität ist es in reifen BI Projekten auch möglich, nicht nur historische Daten zu analysieren, sondern auch belastbare Prognosen für die Zukunft zu erstellen. Dazu können sogar externe Daten (Wetter, Ferienkalender etc.) zur Erkennung von verborgenen Mustern einbezogen werden.

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Michael Walther
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Wie hat sich der Public Sector im Bereich Digitalisierung in den letzten Jahren entwickelt?

Ich sage es ungern, da mein Herz für unsere Kunden im öffentlichen Bereich schlägt: Aber der Public Sector hinkte den Entwicklungen im Vergleich zur Privatwirtschaft lange Zeit hinterher. Digitalisierung wurde als nice-to-have, nicht aber als existenzielle Notwendigkeit begriffen. Dies hat sich schlagartig mit der Corona-Krise geändert. Plötzlich geht die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben nicht schnell genug. Finanziell sind die Weichen hierfür gestellt: Zum Beispiel fördert der Bund mit hohen Beträgen den Bildungsbereich aus dem DigitalPakt Schule und auch die Umsetzung digitaler Verwaltungs-Services im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG).

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Dr. Carsten Witt
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DATENANALYSEN IM ÖFFENTLICHEN SEKTOR UND SICHERHEIT

Was sind die Besonderheiten von Datenanalysen im Öffentlichen Sektor und welchen Nutzen kann eine Verwaltungsbehörde daraus ziehen?

Wir sehen zunehmend, dass öffentliche Verwaltungen den Wert der Daten in ihren IT-Systemen erkennen. Das Problem besteht häufig darin, dass dieser Datenschatz in unterschiedlichen IT-Systemen und Datenbanken schlummert. Er muss gehoben werden, um seine Wirkung zu entfalten. Dazu braucht es Systeme für intelligente Datenbereitstellungen und -analysen, also Business Intelligence. Letztendlich mit dem Ziel, Verwaltungen zukunftssicher aufzustellen.

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Dr. Carsten Witt
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Wie sicher sind die Daten im digitalen Verwaltungsbereich?

Datenschutz und IT-Sicherheit werden in der öffentlichen Verwaltung sehr, sehr ernst genommen. Die Daten der Bürger*innen sind ein besonders schützenswertes Gut. Dies betrifft sowohl die Verwendung der Daten als auch deren Sicherheit auf Ebene der Anwendungssysteme und der IT-Infrastrukturen. Mit unseren sicherheitszertifizierten Rechenzentren tragen wir als AKQUINET unseren Teil dazu bei, dass die Systeme unserer Kunden aus dem öffentlichen Bereich sicher betrieben werden.

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Michael Walther
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DAS MFUND PROJEKT MIT DER STADT FLENSBURG UND DESSEN ZIELE

Gemeinsam mit der Stadt Flensburg arbeitet AKQUINET an einem sogenannten mFUND Projekt. Was genau können wir uns darunter vorstellen?

Mit der Forschungsinitiative mFUND (Modernitätsfonds) fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen. In Flensburg führen wir unser Business Intelligence Projekt in partnerschaftlicher Weise mit der Stadt selbst und der Hochschule Flensburg durch, die die wissenschaftliche Begleitung sicherstellt.

Das Projekt mit und bei der Stadt Flensburg ist durch den mFUND durch Fördermittel unterstützt. Als „Leuchtturmprojekt“ lassen wir andere Kommunen von den Ergebnissen partizipieren, um Folgeprojekte effizienter und schlanker gestalten zu können.

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Michael Walther
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Was ist das Ziel dieses kommunalen BI-Projektes?

Die Stadt Flensburg hat erkannt, dass Daten bei ihren kommunalen Planungen eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Mit dem Projekt soll eine zentrale Lösung geschaffen werden, die den Datenaustausch über Verwaltungsabteilungen und ihren Datentöpfen hinweg erleichtert und eine zweckorientierte Analyse der Daten ermöglicht. Ziel ist es, wichtige Entscheidungen datenbasiert zu treffen, auch um Leistungsangebote für Bürger*innen in ihren jeweiligen Lebensabschnitten optimal gestalten zu können. Damit lassen sich zukünftige Entwicklungen besser prognostizieren und schaffen dadurch einen enormen Vorteil für bürgernahe Entscheidungen. So sollen beispielsweise zukünftige Verkehrsinfrastrukturen auf Basis heutiger Daten über die Altersstrukturen in Stadteilen geplant werden können. Dies kommt dann den Bürger*innen in 25 Jahren zugute.

Durch bessere IT-Unterstützung sollen Mitarbeitende von umfangreichen manuellen -und damit fehleranfälligen- Tätigkeiten bei der Erstellung eines Berichtes entlastet werden, auch um mehr Zeit für wesentlichen Aufgaben zu schaffen. Durch die Schaffung einer einheitlichen Datenbasis sollen auch dezernatübergreifende Analysen ohne zusätzlichen Abstimmungsaufwand möglich sein.

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Dr. Carsten Witt
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AUFGABEN DES MFUND PROJEKTES DER STADT FLENSBURG UND ÜBERTRAGBARKEIT AUF ANDERE KOMMUNEN

Welche Aufgaben haben die Stadt Flensburg und AKQUINET in diesem Projekt?

Die Stadt Flensburg hat als Projektträger ein besonderes Interesse an der entstehenden BI Lösung. Mit voller Rückendeckung der Oberbürgermeisterin sorgt das Projektteam der Stadt dafür, dass alle Verwaltungseinheiten an einem Strang ziehen, um die notwendigen Daten bereitzustellen und ihre Anforderungen an die Lösung zu formulieren.

Die Experten von AKQUINET sorgen für den Aufbau der geeigneten IT-Lösung zur Umsetzung der Datenanalysen und -auswertungen unter besonderer Beachtung von relevanten Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz. Das Projekt profitiert insbesondere von unseren jahrelangen Erfahrungen aus vielen Business Intelligence Projekten aus dem öffentlichen Sektor und der freien Wirtschaft. Als AKQUINET sehen wir es in unserer besonderen Verantwortung, alle Projektmitarbeitenden sowie alle zukünftigen Anwender*innen des neuen IT-Verfahrens bereits frühzeitig in die Projektarbeit einzubinden, um höchstmögliche Transparenz -und damit verbundenes- Vertrauen zu schaffen.

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Michael Walther
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Warum ist dieses Projekt beispielhaft für die Branche der Öffentlichen Verwaltung?

Das Projekt ist als Blaupause für andere Kommunen bundesweit beispielhaft und wird seine Strahlkraft entfalten, wenn deutlich wird, wie Zukunftsentscheidungen auf Basis von Daten im öffentlichen Bereich verbessert werden können. Wir freuen uns über jede Kommune, die den Nutzen dieser „kommunalen BI Lösung“ erkennt und auf den Zug aufspringen möchte. Meine Vision ist es, gemeinsam daran zu arbeiten, die Lösung und deren Einsatzfelder permanent zu verbessern.

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Dr. Carsten Witt
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